8. Juli 2026
Regional-Star 2026: Platz 2 für die Emils Bio-Manufaktur
Die Lebensmittel Praxis und die Grüne Woche haben am 7. Juli 2026 in Berlin zum elften Mal den Regional-Star verliehen – einen der wichtigsten Branchenwettbewerbe für regionale Wertschöpfung im Lebensmittelhandel. In der Kategorie Produktinnovation belegen unsere Bioland Smoothies den 2. Platz.
Ein Wettbewerb für regionale Wertschöpfung
Der Regional-Star zeichnet Konzepte aus, die regionale Wertschöpfungsketten im Lebensmitteleinzelhandel stärken – in vier Kategorien entlang der gesamten Kette: Produktinnovation, Verarbeitung, Marketing und Handelskooperation. Aus zahlreichen Einreichungen wählte eine 13-köpfige Fachjury, darunter Vertreterinnen und Vertreter von Edeka, Rewe, Tegut, Kaufland, dem Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels, dem Thünen-Institut, der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen und der Grünen Woche, die Top 3 je Kategorie. Am Vormittag der Preisverleihung stellten sich alle 13 Nominierten den persönlichen Nachfragen der Jury – am Abend standen die Gewinner fest.
Dass Regionalität kein Nischenthema ist, belegt eine aktuelle YouGov-Studie, die auf der Veranstaltung zitiert wurde: 68 Prozent der Haushalte in Deutschland bevorzugen beim Einkauf regionale Produkte, jeder zweite ist bereit, dafür mehr zu bezahlen.
Warum wir mit unseren Smoothies angetreten sind
Wer heute vor einem Smoothie-Regal steht, sieht bunte Flaschen, die Frische, Gesundheit und oft auch Regionalität ausstrahlen. Der Blick auf die Zutatenliste zeichnet meist ein anderes Bild: Die Hauptzutat ist fast immer Banane – mit rund 10.000 Kilometern Transportweg. Die Beeren stammen häufig aus Südspanien oder Serbien, über 1.500 Kilometer entfernt, aus Regionen mit massiver Trockenheit und nur einem Viertel des Freiburger Niederschlags. Hinzu kommt: Diese Früchte werden im Herkunftsland stark verarbeitet, sterilisiert und monatelang in Fässern gelagert, bevor sie in die Flasche kommen.
Unser Ansatz war ein anderer. Wir haben die Banane konsequent durch den Apfel vom Südhof bei Freiburg ersetzt. Unsere Beeren kommen vom Obsthof Hörnle im Freiburger Süden, die Leinsaat von der Schwäbischen Alb. Alle Früchte stammen aus einem Umkreis von rund 100 Kilometern um Freiburg. Diese kurzen Wege ermöglichen es, zu 100 Prozent frisches – höchstens schockgefrostetes – Obst zu verarbeiten, statt pasteurisiertes Fruchtpüree aus dem industriellen Großgebinde.
Transparenz bis auf die einzelne Flasche
Regionalität behaupten kann jeder. Wir belegen sie: Das Bio-Baden-Württemberg-Zeichen und das Bioland-Logo dokumentieren den nachhaltigen Anbau. Darüber hinaus drucken wir auf jede einzelne Flasche auf, welcher Erzeuger hinter den Beeren steht. Was in der Industrie meist als Geschäftsgeheimnis behandelt wird, ist für uns gelebte Kommunikation – und hält auch den Anforderungen der EU-Richtlinie gegen irreführende Umweltaussagen (EmpCo) stand.
Das Ergebnis: Platz 2 in der Kategorie Produktinnovation
Die Jury würdigte an unserem Konzept, dass es das Smoothie-Prinzip konsequent regionalisiert: ohne Importfrüchte wie Banane oder Mango, dafür mit Erdbeeren, Brombeeren und Äpfeln aus der Region rund um Freiburg. Den ersten Platz belegte die Frankenförder Forschungsgesellschaft mit einer Bio-Bratwurst vom Brandenburger Weideschaf, den dritten Platz die Bürger GmbH mit Protein-Maultaschen mit Schwarzwaldmilch-Quark. Wir gratulieren beiden herzlich – und freuen uns über die Anerkennung in einem starken Nominiertenfeld.
Was die Auszeichnung für uns bedeutet
Der zweite Platz beim Regional-Star bestätigt einen Weg, den wir seit Jahren gehen: Zutaten aus der Region, so wenig Verarbeitung wie möglich und volle Transparenz darüber, woher jedes Lebensmittel kommt. Dass eine Fachjury aus Handel, Wissenschaft und Verbänden genau diese Punkte würdigt, freut uns – und bestärkt uns darin, das Prinzip weiterzudenken.
Quelle: Lebensmittel Praxis, „Regional-Star 2026 – Das sind die besten Regionalkonzepte des Jahres", erschienen am 8. Juli 2026 (lebensmittelpraxis.de). Angaben zu Jury, Kategorien und Platzierungen entsprechen dem Stand der Berichterstattung zur Preisverleihung am 7. Juli 2026.